Hrvace - Die Pfarrei Aller Heiligen

Zusammenfassung

Die Pfarrei Hrvace befindet sich in Sudkroa-tien. Sie ninmt den nordwestlichen Teil des Split-Dalmatinischen Gauls und der Cetina-Gegend, "einer schonen Gegend" (Alberto Fortis) ein. Sie ist mit hohen Bergbarrieren der Dinara (1913 m) und der Svilaja (1509 m) begrenzt. Der Pfarrei Hrvace gehoren Dorfer Hrvace und Rumin mit der Katasterflache von 34.000 Quadratmetern. Sie grenzt an Pfarreien der Madonna von Sinj, Zelovo, Potravlje, Bitelić und Bajagić.

Durch den mittleren Teil der Pfarrei geht der Verkehrsweg Split-Sinj-Knin-Zagreb.

Naturschonheiten der Pfarrei sind einmalig: wellenformige Hiigel, die in hohe Gebirge (ibergehen, und "das Zauberfeld von Hrvace" mit der Flache von 19 km2, welches mit Bachen Krupa, Žužino vrilo, mit dem Flüsschen Vojskova, einer Perle und eines Edelsteins von Hrvace, vveiter mit Šajan und Jejevac, mit zwei schonen Seen, d.h. mit dem Miloš-See und dem Stipanac-See bis Krinj, die wie zwei schone blaue Augen auf dem Gesicht der Erde aussehen, mehrmals durchgehackt ist. Ali die Gewasser, Bache und Flusschen, Seen und Quellen ergiessen sich in den Fluss Cetina, d.h. in die Herrin der Gewasser des mittleren Dalmatien. Von der linken Seite aus miinden in die Cetina zwei Bache: der Grosse und der Kleine Rumin.

Die Pfarrei Hrvace gehort zu den reichsten Pfarreien an Gewassern und Quellen. Sie hat 52 Quellen, von denen 12 im Sommer versiegen. Das Becken von Hrvace gehort zu der Kategorie der geschiitzten Landschaft, weil es eine Gegend landschaftlich und geomor-phologisch darstellt, das hydrologisch interessant und besonders fur das Gebiet charakteristisch ist.

Die schone Natur, die Schonheit des Ortes und der Pfarrei haben viele Menschen bemerkt. Erwahnen wir zwei! Dr. Vjekoslav Klaić schreibt am 29. Juni 1868: "Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg ins Zauberfeld von Hrvace bis zum schonsten Dorf Hrvace, das sich im Norden von Sinj erstreckt..." Und Dr. Ivan Bašić, Biologie-Professor, sagt: "Das Dorf Hrvace ist eines der schonsten Dorfer in Kroatien, seine Schonheiten und Lage sind einzigartig und majestatisch".

Auf diesem Boden lebten und herrschten verschiedene Volker und Herrscher. Die altesten Spuren des urgeschichtlichen Men­schen auf diesem Gebiet setzt man in die Jungsteinzeit oder ins Neolithikum (1700-2500 vor Chr.). Dariiber sprechen uns zwei Hohlen: die Hohle Tamnica (Kerker) und die Stipanović-Hohle (Wasserhöhle).

Danach kommen Kupferzeit und Bronzezeit (2500-800 vor Chr.). Aus dieser Periode gibt es Fundstellen um den Grossen Rumin und um den Grossen Kekez-Haufen.

In der Eisen-Periode (800 vor Chr. - 9 nach Chr.) leben da illyrische Stamme: Delmaten, Liburner...

Im Laufe von 160 Jahren ist es Romern gelungen, Illyrier zu unterwerfen. Aus den Romerzeiten wurden gefunden: mehrere Grabdenkmaler, Reste der romischen Wasserleitung, die durch Hrvace nach Aequum fiihrte, eine Inschrift zur Ehre des romischen Kaisers Aurelianus (270-275 nach Chr), welche in das Haus von Mate Lovrić beim Kleinen Rumin eingebaut wurde.

Die Kroaten liessen sich hier in der Zeit der Volkervvanderung nieder, beziehungsweise in der Zeit der Ansiedlung der Kroaten in diesen Gegenden vom 7. bis 8. Jh. Da haben sie den christlichen Glauben angenommen und lebten im Cetina - Gaul und im Split-Bistum (früher: Solin-Bistum). Die Kroaten wurden zuerst von Kroatischen Prinzen und Konigen und danach im Mittelalter von kroati­schen Edelleuten (Šubićs, Nelepićs, Frankopanen) regiert.

Tiirkische Streitkrafte eroberten Sinj 1513 oder 1536. Nach dem Fali von Klis 1537 war die Cetina - Gegend, das galt auch für Hrvace, unter der turkischen Herrschaft bis 1686. Dem Volke fiel es schwer, unter der ottomanischen Herrschaft zu leben. Sicher sind dann Viele aus der Gegend gefluchtet, einige sind auch geblieben. In den Ort haben die Turken ihre Landsleute mitgebracht. In Hrvace, wie ein Defter aus dem J. 1604. bezeugt, haben sie ihre Provinzstadt gegriindet, eine Moschee errichtet. Sie hatten ihre Imame (Vorbeter) und Muezzins, die vom Minarett aus zu Gebeten riefen. Es gab 59 verheiratete Glaubensangestellte und 31 Unverheiratete. Die grossten Grossgrundbesitzer waren meistens moslemische Agas. Im Laufe von 150 Jahren ha­ben ottomanische Behorden in allen Orten christliche Glaubensobjekte zerstort: Kirchen, Kapellen und Friedhofe.

Die Sinj und Hrvace wurden 1886 von der turkischen Herrschaft befreit. Franziskaner aus Bosnien führen in die Cetina-Gegend grosse Menge Christen und so besiedeln sie die fruchtbare Gegend. Von nun an herrschen hier Venezianer (Venedig) vom 1686-1797, danach Osterreicher (Osterreich - ungarische Monarchie) vom 1797-1918 mit kleinen Unterbrechungen der franzosischen Herrschaft. In dieser Zeit wurde Vieles erneuert, Kirchen err­ichtet, Wege gebaut.

Auch wieter regieren Fremdlinge Kroaten und unseren Ort vom 1918-1941. Kroatien tritt in die Gemeinschaft der Serben-, Kroaten- und Slovenenreiches ein. Wir sind wieder unter der Fremdenregierung, der von Serben. Die Kroaten freuten sich iiber ihren unabhüngigen Staat Kroatien (1941-1945) zu kurz, und ab 1945 bis zum J. 1990 sind die Kroaten wieder unter der serbischen Hegemonie im Kom-munistischen Jugoslawien. Kommunisten sperren ihre Gegner ein und toten sie. Mit speziellem Eifer verfolgten sie die katholische Kirche und ihre Angestellten und Glaubigen. Erwahnen wir nur die Tatsache, dass sie aus den Reihen unserer Ordensprovinz vom Allerheiligsten Erloser mit dem Sitz in Split 44 Franziskaner getotet haben.

Im Vaterlandskriege (1991-1995) haben die Kroaten unter der Fiihrung ihres Prasidenten Dr. Franjo Tuđman den Feind besiegt und die Republik Kroatien wieder instandgesetzt. Gott sei Dank für den Sieg, fiir das Geschenk der Freiheit und des Staates. Auch jetzt gibt es Probleme wie auch iiberall in der Welt. Allein alles falit leichter, wenn man Herr in seinem Haus ist ("kad si svoj na svome!"). Je besser wir gearbeitet haben und je bessere Behorde wir gewahlt haben, desto besser le­ben wir!

Die Mitte der Pfarrei ist eine Erhohung: der Kirchenberg, von dem aus man einen vveiten Blick auf die ganze Pfarrei und auf einen Teil der Sinjer Gegend hat. Da war die erste Kirche - die altkroatische Kirche. Von der bezeugen die Reste, die sich im Museum der kroatischen Antiquitaten in Split befinden. Die zweite Kirche haben die Osmanen niedergerissen, als sie die Cetina-Kraina erobert hatten. Diese Kirche errichteten die Glaubigen schon 1686, sobald sie sich von der islamischen Gewalt befrei hatten. Die dritte, die heutige Kirche, erbauten die Glaubigen 1871 unter der Fiihrung des fleissigen Pfarrers Fra Mate Vezilić. Die Kirche hat 5 Altare. Das Wertvollste, was die Kirche hat, sind zwei heilige, kunstvolle Gemalde, das der schmerzerfiillten Madonna (Madonna von Hrvace), welches aus der Schule von Carlo Dolce Ende des 18. Jhs. stammt und das Gemalde Aller Heiligen, welches Francesco Maggioto 1790 gemalt hat. Diese Gemalde sind die Grosste Zierde der Hrvace-Kirche. Die Pfarrei von Hrvace war langere Zeit ein Teil der Pfarrei der Madon­na von Sinj und wurde von den Franziskanern des Sinjer Klosters geleitet. Ab 1757 werden Pfarrer von Hrvace gezahlt, die es bis jetzt 48 gab. Gebiirtig aus der Pfarrei sind bis heute 24 Priester (Franziskaner) bekannt, von denen 13 gestorben sind und am Leben es noch immer 11 gibt. Es gab 37 Ordensschwestern aus verschiedenen Gemeinschaften. 10 sind gestorben und es leben noch immer 27. An der Kirche ist der alte Friedhof, und der neue Friedhof mit neuer Totenkammer befindet sich etwa 200 m sudlicher. Zvvischen der Kirche und dem neuen Friedhof wurde auch das neue Pfarrhaus 1991 errichtet.

Nach den Pfarrbiichern vom 1818 bis 2001 gab es in der Pfarrei Hrvace 10.703 Getaufte, 6.861 Verstorbene und 2.485 Vermahlte.

Im Ersten Weltkrieg fielen 32 Menschen zum Opfer, im Zweiten - 165 und im Vaterlandskriege - 6. Insgesamt 203 Menschen.

Hrvace - Bevvohner nach den Volkszahlungen.

Im J. 1857. zahlen Hrvace 1286 Bevvohner; Im J. 1900 - 1784 B.; im J. 1921 - 2137 B.; im J. 1948 - 2026 B.; im J. 1953 - 2602 B.; im J. 1971 - 2250 B.; im J. 1981 - 2402 B.; im J. 1991 - 2082 B. und im J. 2001 - 1857 Bevvohner.

Auswanderer in uberseeische Lander: Australien (56-151), Sudamerika (15-60), Nord­amerika (16-74) und noch in europaische Lander (75-267); insgesamt 162 Familien mit 552 Mitgliedern. Heute gibt es 60 Familiennamen von Hrvace.

In dieser Monographie konnen Sie noch iiber die Brauche in Hrvace erfahren, über Schule und Hrvace - Bewohner (im Ort und in der Welt mit hoher Schulausbildung, so viel wir selbst haben erfahren konnen). Besonders tun wir die bedeutendsten Hrvace - Bewohner hervor. Das sind: Ivan Galić, Promotor der modernen Kunst in Split, Stjepan Radan, kroatischer Volksdichter, Fra Jerko Lovrić, Provinzial der Franziskaner-Ordensprovinz vom Allerheiligsten Erloser mit dem Sitz in Split. Da gehoren auch unsere Priester - Martvrer Petar Paviša, OFM, Stanko Bradarić, OFM und Ivan Šarić, Weltpriester. Sie konnen in der Monog­raphie auch Sprichvvorter und Witze, über Sport, Okonomie in Hrvace, über Alka-Spieler aus Hrvace usw. lesen.

Das Buch wurde auch als eine Erinnerung an das grosse Jubilaum des Christentums - an das Jahr 2000 - geschrieben. Auch als eine Erin­nerung an den 520. Jahrestag (1480-2000) des ersten schriftlichen Erwahnens des Namens Hrvace - Hrovvacze - am 25 Juli 1480 in Budapest, in der Urkunde des kroatisch-ungarischen Konigs Matijaš Korvin an die Gesandten der Poljica - Republik (S. das Bild auf S. 39).

Allen ausgewanderten Bewohnern aus Hrvace und ihren Nachkommen in Uberseelandern und in Europa wünschen wir reichsten Gottessegen, Frieden, Freude und alles Gute von unserem Herrn Jesus Christus.

Zusammenfassung ubersetzt von Karlo Bašić

 

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